Gesund durch den Festival-Sommer

Rock am Ring, Southside, Hurricane – während der Sommermonate strömen tausende Musikliebhaber auf die vielen großen und kleinen Open-Air-Konzerte in Deutschland und Europa. Neben der Musik haben Festivals aber auch ein paar Unannehmlichkeiten im Programm: Einen ordentlichen Kater, heftigen Sonnenbrand – und Zecken.

Bei Festivals im Freien können sich Musik-Fans schnell eine Zecke einfangen. Deswegen sollte in der Festival-Saison der Zeckenschutz nicht vergessen werden. (Foto: Fotolia -tech_studio)

Daher sollten Freunde von Open-Air-Events ein paar Dinge beachten: Ausreichend Wasser, Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor und Repellents gegen Zecken- und Mückenstiche gehören zur Grundausstattung für einen gesunden Festivalbesuch. Hat trotzdem eine Zecke zugestochen, sollte das Tier schnell entfernt werden. Auch auf einem Festival ist Absuchen daher Pflicht.

Optimal: Sich schon im Vorfeld mit einer FSME-Impfung gegen die von Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis schützen – besonders in den Risikogebieten in der Südhälfte Deutschlands. Die Gefahr, an FSME zu erkranken, besteht in Nord-, Mittel- und Osteuropa. In Deutschland besteht ein Risiko für eine FSME-Infektion hauptsächlich in Baden-Württemberg, Bayern, Südhessen und im südöstlichen Thüringen. Zudem gibt es einzelne Risikogebiete in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Sachsen.1

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die FSME-Impfung Kindern und Erwachsenen, die in FSME-Risikogebieten Zecken ausgesetzt sind. Entweder, weil sie dort leben oder sich kurzfristig aufhalten, zum Beispiel im Urlaub. Wer in einem FSME-Gebiet wohnt, hat einen Anspruch auf Kostenübernahme für die Impfung durch die Krankenkassen.2

Wenn kurzfristig ein Aufenthalt in FSME-Risikogebieten ansteht oder ein Schutz noch in den Sommermonaten erreicht werden soll, besteht die Möglichkeit einer so genannten Schnellimmunisierung. Ein saisonaler Impfschutz lässt sich je nach Impfstoff mit zwei oder drei Impfungen innerhalb weniger Wochen aufbauen. Die Impfberatung und die FSME-Impfung erfolgt beim Hausarzt.

 

Literaturverzeichnis

1) Epidemiologisches Bulletin: FSME: Risikogebiete in Deutschland, 26. Mai 2015 / Nr. 21, Robert Koch-Institut.

2) Epidemiologisches Bulletin: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut, 25. August 2014 / Nr. 34.