Sicherer Impfschutz – nur mit regelmäßiger Auffrischung

Die Impfung gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) bietet einen zuverlässigen Schutz vor der Infektionskrankheit. Damit der aufgebaute Impfschutz nicht verloren geht, muss die Impfung regelmäßig aufgefrischt werden. Hier hilft ein Blick in den Impfpass durch den Hausarzt, um zu überprüfen, ob noch ein ausreichender Impfschutz besteht oder dieser aufgefrischt werden muss.

Für einen mehrjährigen Impfschutz vor FSME sind drei Impfungen nötig. Die ersten beiden Impfungen erfolgen im Abstand von 1 bis 3 Monaten, die dritte - je nach Impfstoff - nach 5, oder 9 bis 12 Monaten. Danach ist eine erste Auffrischung nach 3 Jahren, anschließend je nach Alter und Impfstoff alle 3 bis 5 Jahre nötig, um einen zuverlässigen Schutz aufrecht zu erhalten.1

Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt die Impfung Personen, die in FSME-Risikogebieten Zecken ausgesetzt sind.

Jede Impfung zählt

Häufig herrscht Verwirrung bei der Frage, wie lange die Impfabstände sein dürfen. Laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts gibt es keine unzulässig großen Abstände zwischen den Impfungen. Jede Impfung zählt. Auch eine für viele Jahre unterbrochene Grundimmunisierung oder nicht zeitgerecht durchgeführte Auffrischimpfung, zum Beispiel gegen FSME muss nicht neu begonnen werden, sondern wird mit den fehlenden Impfstoffdosen komplettiert.2

Die meisten Krankenkassen übernehmen die Kosten

Die STIKO empfiehlt die Impfung Personen, die in FSME-Risikogebieten Zecken ausgesetzt sind. Entweder, weil sie dort leben oder sich kurzfristig aufhalten, zum Beispiel im Urlaub. Zudem sollten sich Personen impfen lassen, die durch FSME beruflich gefährdet sind, etwa Laborpersonal sowie in den Risikogebieten zum Beispiel Forstarbeiter und Landwirtschaftsarbeiter. Außerdem empfiehlt die STIKO die Impfung bei Aufenthalten in Risikogebieten außerhalb Deutschlands.2

Personen, die in Risikogebieten wohnen oder Aufenthalte und Reisen in FSME-Gebiete in Deutschland planen, haben bei den gesetzlichen Krankenkassen einen Anspruch auf Kostenerstattung der FSME-Impfung. Die meisten deutschen Krankenkassen übernehmen zudem auch die Kosten für die Impfung bei Reisen in ausländische FSME-Risikogebiete.

Literaturverzeichnis

  1. Leitlinie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), S1, Stand: September 2012, AWMF-Registernummer: 030/035.
  2. Epidemiologisches Bulletin: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut, 25. August 2014 / Nr. 34.