FSME-Behandlung: Vorsorge ist besser als Nachsorge

Zecken können zahlreiche Krankheitserreger übertragen. Zum Beispiel Viren, die eine Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, auslösen können. Diese kann zu einer Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems führen. Doch eine FSME-Behandlung im wortwörtlichen Sinne gibt es nicht. Daher gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge.

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Wenn von einer FSME-Behandlung die Rede ist, sollte der Patient dies besser nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn dann hat wahrscheinlich eine Zecke beim Stechen FSME-Viren auf ihn übertragen. Streng genommen gibt es so etwas wie eine FSME-Behandlung allerdings nicht. Alles, was Ärzte bei einer solchen Infektion tun können, ist, die Symptome wie hohes Fieber und Gliederschmerzen zu lindern. Deshalb ist die optimale FSME-Behandlung eigentlich Vorsorge. Und die beginnt schon bei der richtigen Kleidung.

FSME – Infektion, Verlauf und Behandlung

Frühsommer-Meningoenzephalitis-(FSME-)Viren werden über den Speichel der Zecke in die Einstichstelle abgegeben. Wenn die Krankheitserreger eine Infektion auslösen, kann diese in zwei Phasen ablaufen. „Oft haben die Betroffenen plötzlich hohes Fieber und grippeähnliche Beschwerden, weshalb FSME auch mit einer Sommergrippe verwechselt werden und unerkannt bleiben kann. Bei einigen Patienten schließt sich daran allerdings Phase zwei an, in der es zu einer Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems kommen kann. Symptome können hier Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen oder Nackensteifigkeit sein“, erklärt Zeckenexperte Professor (a.D.) Dr. Jochen Süss. Eine ursächliche FSME-Behandlung an sich gibt es jedoch nicht. Das heißt, die Ärzte können Beschwerden lindern, müssen aber warten, bis die Infektion abklingt.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Um sich gegen Zeckenstiche zu schützen, gibt es verschiedene Vorsorgemaßnahmen. Möglichst lange Kleidung und über die Hosenbeine gezogene Socken verringern das Angebot an freien Einstichstellen. Helle Kleidung hilft dabei, die dunklen Krabbler schnell zu erkennen und abzulesen, bevor sie zustechen können. Duftstoffe, sogenannte Repellents, halten Mücken und Zecken vom Stechen ab, müssen aber regelmäßig aufgetragen werden. Und nach jedem Aufenthalt im Freien sollte man sich gründlich nach Zecken absuchen. Eine Impfung gegen FSME kann zudem dazu beitragen, das Risiko einer Infektion mit dem FSME-Virus nach einem Zeckenstich zu reduzieren. Denn angesichts der Tatsache, dass es keine FSME-Behandlung gibt, sind Vorsorgemaßnahmen umso wichtiger. Am besten lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt beraten.

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