Frühjahrsmüdigkeit bei Zecken? Fehlanzeige!

Schon Eduard Mörike schwärmte: „Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte. Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land.“ Wir Menschen denken dabei an den Geruch feuchter Erde oder die ersten Blumen. Die Zecke aber wittert nur eins: Blut.

Wenn die Natur aus dem Winterschlaf erwacht, werden die Zecken wieder aktiv.

Ist die Natur aus dem Winterschlaf erwacht, ist bei den Zecken Saison angesagt

Der Monat März markiert den kalendarischen Frühlingsbeginn. Frühblüher strecken sich der Sonne entgegen. Die ersten warmen Strahlen sind Genuss pur. Für die Natur, für den Menschen, für die Tiere. Auch die Zecke wird nach Wochen oder sogar Monaten der Ruhe aktiv, sobald die Temperatur an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen sieben Grad Celsius warm oder wärmer ist. Auf der Suche nach einem Wirt sitzt sie wartend auf Frühlingsblumen, in Gräsern oder Büschen. Jetzt heißt es vor dem Aufenthalt in der Natur: Achtung! An Zeckenvorsorge gedacht? Neben der richtigen Kleidung, dem Einsprühen mit Repellents und dem gründlichen Absuchen des Körpers gehört auch eine Frühsommer-Meningoenzephalitis-(FSME-)Impfung zu den möglichen Vorsorgemaßnahmen. Auch ein Hilfsmittel zur schnellen Entfernung von Zecken, wie beispielsweise eine Zeckenkarte oder eine Pinzette, sollte bei Aktivitäten in der Natur mit im Gepäck sein.

Kälteeinbruch im Frühjahr? Kein Problem für die Zecke!                                                        

Häufig fallen die Temperaturen im Frühjahr noch einmal und es kommt zu einem regelrechten Kälteeinbruch. Das sorgt zwar für kurzzeitige Pausen in der Zeckenaktivität, aber schaden tut es den Tieren nicht. Sie ziehen sich dann in Laubstreu zurück, wo es feucht und wärmer ist. Sobald die Temperaturen wieder milder sind, bringen sie sich wieder in Stellung. Um ihre Opfer besser erreichen zu können, klettert die Zecke übrigens auf Gräser und Büsche. Eine erwachsene Zecke kann dabei bis zu 1,50 Meter hoch klettern. Kommen Mensch oder Tier mit der Zecke in Kontakt, lässt sie sich abstreifen und hält sich an Haut oder Kleidung ihres Opfers fest. Dafür reicht eine Berührung von wenigen Sekundenbruchteilen aus.

Zeckenstich – was nun?

Die Zecke sticht unbemerkt, da sie bereits während des Stechens mit ihrem Speichel ein Betäubungsmittel abgibt. Der Speichel der Zecke enthält außerdem bestimmte Stoffe, die dafür sorgen, dass das Blut nicht gerinnt. Zudem verhindert der Zeckenspeichel, dass sich die Einstichstelle entzündet. Beim Stechen kann die Zecke mehr als 50 verschiedene Krankheitserreger übertragen, unter anderem FSME-Viren. Da sich diese Viren im Speichel der Zecke befinden, können sie nach dem Stich sofort in die Wunde übergehen. Neben der richtigen Kleidung, dem Einsprühen mit Repellents und dem gründlichen Absuchen der Haut nach Zecken kann eine FSME-Impfung einer Infektion mit FSME-Viren vorbeugen. Es ist immer ratsam, jede Zecke sofort zu entfernen, da Zecken auch mit anderen Krankheitserregern infiziert sein können, die nicht sofort nach dem Stich übertragen werden. Auch nach einer erfolgreichen Entfernung der Zecke sollte man die Einstichstelle weiterhin beobachten und bei einer sich ausweitenden Rötung einen Arzt aufsuchen.

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