Schmetterlinge im Bauch – Zecken in der Kniekehle

Mit dem Start der Zeckensaison rückt auch der Valentinstag näher und damit der „Tag der Liebenden“. Liebe heißt aber nicht nur wilde Leidenschaft und Romantik, sondern auch füreinander zu sorgen. Das gilt selbstverständlich auch für die Gesundheit.

Ein Valentinstag in der Natur – an Zeckenvorsorge gedacht? (Foto: Adobe Stock - photominus21)

Leidenschaft in der Natur

Beim romantischen Winterspaziergang am 14. Februar sollte man auch vor Zecken wieder auf der Hut sein. Denn sollte die Temperatur an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen sieben Grad Celsius warm oder wärmer sein, tummeln sich auch die kleinen Spinnentiere wieder mehr und mehr im Gras, Unterholz oder Gebüsch. Da gilt es, die oder den Liebsten und sich selbst gut zu schützen. Denn die Zecke gilt als gefährlichstes Tier Deutschlands, da sie mehr als 50 verschiedene Krankheitserreger wie FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis-)Viren und Borreliose-Bakterien übertragen kann. Damit man gut durch die Zeckensaison kommt, ist Vorsorge also ratsam.

Minirock ade – lange Kleidung und Gummistiefel olé

Auch wenn man den Liebsten mit Minirock beeindrucken möchte, bei längeren Aufenthalten in der Natur sollte man davon besser absehen. Denn mit langen Ärmeln und Hosenbeinen beugt man nicht nur einer möglichen Erkältung vor, sondern bietet Zecken auch weniger Angriffsfläche. Zusätzlich hilft es, die Socken über die Hose zu ziehen. Festes Schuhwerk oder Gummistiefel können ebenfalls einen wirksamen Schutz vor Zecken bieten. Auch zeckenabweisende Mittel, sogenannte Repellents, können als Vorbeugemaßnahme eingesetzt werden. Auf heller Kleidung lassen sich die Tiere zudem schneller entdecken und entfernen, bevor sie zustechen können.

Lieber den Liebsten „beißen“, als von der Zecke gebissen werden

Auch wenn das Wort „Zeckenbiss“ umgangssprachlich häufiger verwendet wird, ist es wissenschaftlich falsch, denn Zecken stechen ihren Wirt. Aber wo genau stechen sie eigentlich hin? Zecken sind winzig klein und krabbeln auf dem Körper und der Kleidung herum, um eine geeignete Einstichstelle für das Blutsaugen zu finden. Sie bevorzugen dünne und warme Hautstellen. Deshalb sollte man sich nach dem Aufenthalt in der Natur besonders gründlich absuchen: in den Kniekehlen, im Bauch- und Brustbereich sowie im Schritt.

Vorbeugung durch Impfung

Neben der richtigen Kleidung, dem Einsprühen mit Repellents und dem gründlichen Absuchen des Körpers gehört auch eine FSME-Impfung zu den möglichen Vorsorgemaßnahmen, um einer FSME-Infektion vorzubeugen. Gerade in FSME-Risikogebieten wie beispielsweise in weiten Teilen Bayerns, Baden-Württembergs, Südhessens und dem südöstlichen Thüringen sollte man richtig vorsorgen. Der Impfschutz sollte bestenfalls das ganze Jahr über bestehen, daher ist eine regelmäßige Überprüfung wichtig. Mit dem Aufbau des Impfschutzes kann jederzeit begonnen werden. Für einen mehrjährigen Impfschutz werden drei Impfungen in einem festgelegten Zeitraum über mehrere Monate benötigt. Danach erfolgt eine regelmäßige Auffrischung. Hat die Zeckensaison gerade begonnen, kann auch kurzfristig ein Impfschutz für die aktuelle Saison aufgebaut werden. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Mehr zum Thema Zecken und Zeckenvorsorge erfahren Sie unter www.zecken.de