Zecken im Osternest: Augen auf bei der Eiersuche

An die Körbe, fertig, los – aber Vorsicht, Zecken! In wenigen Tagen fällt der Startschuss für die Suche nach bunten Ostereiern und Schokohasen. Damit kein Osternest unentdeckt bleibt, stellt Groß und Klein den kompletten Garten auf den Kopf. Bei ihrer Suche sollten sie sich aber vor Zecken in Acht nehmen, denn mit dem Spaß ist es schnell vorbei, wenn der Tag mit einem Zeckenstich endet.

Die Ostereiersuche im Grünen ist nicht nur ein Highlight für Kinder und Erwachsene, sondern auch für Zecken, die im Garten lauern können. Daher ist es wichtig, an die richtige Vorsorge zu denken. (Foto: Adobe Stock - dglimages)

Wer findet wohl die meisten Eier? Die Kinder, aber auch Erwachsene, zeigen bei der Ostereiersuche vollen Körpereinsatz: Blumen- und Pflanzenbeete werden unter die Lupe genommen, Büsche und Sträucher durchkämmt und die entlegensten Winkel des Gartens inspiziert. Dieser Eifer verspricht zwar eine vielversprechende Beute an Süßigkeiten, erhöht aber auch das Risiko, selbst zur Beute zu werden – und zwar von Zecken.

Die kleinen Spinnentiere sind bevorzugt in maximal 1,5 Meter Höhe in Wiesen, Gräsern und Büschen vorzufinden – also genau da, wo an den Osterfeiertagen nach Süßigkeiten und Eiern gesucht wird. Darum ist es wichtig, dass Kinder und Erwachsene beim Suchen möglichst lange Kleidung und geschlossene Schuhe tragen. Auch wenn es modisch nicht ganz so gut zum schicken Osteroutfit passt, sollten die Socken über die Hose gezogen werden, um es den Zecken schwerer zu machen, an den Beinen hochzukrabbeln. Wer zusätzlich vor Zecken vorsorgen möchte, kann Kleidung und Hautpartien auch mit Repellents einsprühen.

Der Stich einer Zecke bleibt meist unbemerkt. Was im ersten Moment erfreulich klingt, erschwert jedoch die Suche nach dem kleinen schwarzbraunen Spinnentier. Daher ist es wichtig, den ganzen Körper nach der Ostereierjagd auf Zecken abzusuchen. Häufig sitzen diese auch am Hals oder auf dem Kopf. Aber auch hinter den Ohren, im Leistenbereich, in den Kniekehlen und Zehenzwischenräumen sollte gründlich nachgesehen werden. Wird ein Stich entdeckt, sollte die Zecke schnellstmöglich mit einer Zeckenkarte oder anderen Hilfsmitteln entfernt werden.

„Auch wenn Zecken überall in Gärten lauern können, gibt es sogenannte FSME-Risikogebiete wie beispielsweise große Teile Baden-Württembergs, Bayerns sowie Teile Südhessens und Thüringens, in denen die Gefahr einer Übertragung von FSME-Viren besonders hoch ist“, erklärt Zeckenexperte Prof. (a. D.) Dr. Jochen Süss. Wer beim Thema FSME auf Nummer sichergehen möchte, sollte vorbeugen. Neben der richtigen Kleidung, dem Einsprühen mit Repellents und dem gründlichen Absuchen des Körpers nach Zecken, kann auch ein Impfschutz vorbeugen, nach einem Zeckenstich an FSME zu erkranken.

Mit dem Aufbau des Impfschutzes kann jederzeit begonnen werden. Für einen mehrjährigen Impfschutz werden drei Impfungen in einem festgelegten Zeitraum über mehrere Monate benötigt. Danach erfolgt eine regelmäßige Auffrischung. Steht die Zeckensaison unmittelbar bevor, kann auch kurzfristig ein Impfschutz für die aktuelle Saison aufgebaut werden. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Mehr zum Thema Zecken und Zeckenvorsorge erfahren Sie unter www.zecken.de