Zecken: Einstich unerwünscht! Die richtigen Vorbeugungsmaßnahmen

Klein, vielbeinig und stets auf Nahrungssuche. Was auf den ersten Blick auch auf ein niedliches Haustier zutreffen könnte, ist in diesem Fall alles andere als putzig. Denn mit ihrem allgegenwärtigen Heißhunger können Zecken gefährliche Krankheitserreger, darunter FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis-)Viren und Borreliose-Bakterien, übertragen.

Wer beim Thema FSME auf Nummer sicher gehen möchte, sollte vorbeugen. Neben der richtigen Kleidung, dem Einsprühen mit Repellents und dem gründlichen Absuchen der Haut nach Zecken kann eine Impfung davor schützen, sich bei einem Zeckenstich mit FSME zu infizieren.

Zecken stellen daher auch 2016 eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Naturfreunde dar. Kein Grund, die heimischen vier Wände auf Lebenszeit nicht mehr zu verlassen. Denn mit der richtigen Vorbereitung lassen sich Zecken mitsamt ihrer unerwünschten Mitbringsel durchaus in ihre Schranken weisen.

Von Spielverderbern und Gummistiefeln

Wenn es um das Stillen ihres Heißhungers geht, ist die Zecke flexibel. Ob Mensch oder Tier, ist ihr egal, solange sie an eine freie Körperstelle und so an das Blut ihrer Beute gelangt. Bereits das richtige Outfit kann den ungebetenen Besucher dabei vor ernsthafte Probleme stellen: So helfen Gummistiefel bzw. festes Schuhwerk und geschlossene Kleidung nicht nur dabei, trockenen Fußes durch das Unterholz zu wandern, sie erschweren es der Zecke auch, direkt an ihrem vermeintlichen Opfer anzudocken. Insektenabweisende Mittel, die auf Haut und Kleidung aufgesprüht werden, können den Schutz vor den Spinnentieren zusätzlich erhöhen. Mit heller Kleidung, die das Auffinden von Zecken erleichtert, und dem Absuchen des eigenen Körpers nach einem Ausflug in die Natur bleibt der ungebetene Gast in der Regel nicht unerkannt und kann entfernt werden. Die aufgezählten Vorsichtsmaßnahmen machen Naturliebhaber daher weitestgehend zum Spielverderber gegenüber der Zecke.

FSME-Impfung: Kleiner Pikser, große Wirkung

Trotz aller Vorsicht gilt: Eine 100%-Garantie, dem lästigen Parasiten und seinem gefährlichen Stich für immer zu entgehen, gibt es nicht. Wer beim Thema FSME auf Nummer sicher gehen möchte, sollte vorbeugen. Neben den oben aufgezählten Vorsorgemaßnahmen kann auch eine Impfung davor schützen, sich bei einem Zeckenstich mit dem FSME-Virus zu infizieren. Bei der FSME-Impfung werden abgetötete FSME-Viren in den Körper injiziert. Der kleine Pikser hat es in sich: Das Immunsystem produziert daraufhin spezielle Abwehrstoffe (Antikörper), ohne aber die Krankheit durchmachen zu müssen. Die Antikörper sind in der Lage, bestimmte Oberflächenproteine des FSME-Virus zu erkennen und an sich zu binden. Das Ergebnis: Sollten nach einer vollständig durchgeführten FSME-Impfung durch einen Zeckenstich erneut FSME-Viren in den Körper gelangen, erkennt das Immunsystem mit Hilfe der Antikörper diese Eindringlinge und zerstört sie.

Langjähriger Schutz – auch für die Kleinen

In Deutschland reicht die Zeckensaison von Februar bis Oktober, der Impfschutz sollte aber bestenfalls das gesamte Jahr bestehen. Der ideale Zeitpunkt für den Beginn der Grundimmunisierung liegt im Winter. Möglich ist aber auch eine Schnellimmunisierung innerhalb weniger Wochen. Hierfür sind drei Impfungen erforderlich. Weitere Auffrischungsimpfungen sind je nach Alter und Impfstoff alle ein bzw. anderthalb bis fünf Jahre nötig. Moderne FSME-Impfstoffe für Kinder und Erwachsene wurden bereits millionenfach in ganz Europa geimpft und werden von allen Altersgruppen gut vertragen. Und auch die Kleinsten können von den Vorteilen einer FSME-Impfung profitieren: Für Kinder ist die Impfung, die nach dem gleichen Schema wie bei Erwachsenen durchgeführt wird, bereits ab einem Jahr verfügbar. Erster Ansprechpartner für die FSME-Impfung sind in der Regel der Haus- oder der Kinderarzt.