Dem Ruf der Berge folgen – Klettern als Leidenschaft

Mit der richtigen Vorsorge gut gesichert an den Fels

Berlin, 19. April 2017. Grenzen überwinden und in voller Konzentration am Berg hängen – das ist Paul Schalls Lieblingsbeschäftigung. Schon seit seinem fünften Lebensjahr verbringt der junge Baden-Württemberger den Großteil seiner  Freizeit beim Klettern oder Bouldern. Zwar handelt es sich dabei nicht um Risikosportarten, dennoch spielt die Sicherheit eine große Rolle. Daher beinhaltet eine gute  Vorbereitung für Paul Schall neben der richtigen Kletterausrüstung auch die Vorsorge gegen Zecken. Denn beim Stechen können die Parasiten zahlreiche Krankheitserreger, wie das FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis-)Virus, übertragen. Dieses Virus kann zu Erkrankungen der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems führen. Neben langer Kleidung, dem Einsprühen mit Repellents und dem gründlichen Absuchen nach jedem Aufenthalt in der Natur, kann eine FSME-Impfung das Infektionsrisiko senken.

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Paul Schalls Herz schlägt zu 100 Prozent für das Klettern. Eine Leidenschaft, die er von seinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen hat. So ist es für ihn heute ganz selbstverständlich, viel Zeit beim Klettern zu verbringen. Seine Begeisterung erklärt der 21- Jährige mit den Worten: „Am Fels ist die Freiheit einfach größer.“ Ebenso gefällt ihm, dass der Sport auf mehr als nur körperliche Fitness setzt. Denn es benötigt ein gutes Zusammenspiel von Kopf und Körper, um Berge zu erklimmen. Dafür sucht sich Paul Schall gerne die anspruchsvollsten Routen aus. Eine Taktik, die vom Felskader Baden- Württemberg gefördert wird. Dort ist er seit seinem 15. Lebensjahr Mitglied und darf sich aktuell sogar als Trainer der auserlesenen Gruppe beweisen.

Bevor sich Paul Schall jedoch mit einem umwerfenden Ausblick für seine Mühen belohnen kann, bedarf es einiger Vorbereitung. Die Sicherheit steht für ihn über allem: „Ich klettere für mein Leben gern und möchte meine Leidenschaft nicht durch Leichtsinn gefährden.“ Daher legt der junge Kletterer viel Wert auf eine gute Ausrüstung und auf die Gesundheitsvorsorge. Dabei hat er auch kleine, eher kletterfaule Tiere im Blick – Zecken. Deswegen setzt Paul Schall neben dem gründlichen Absuchen des Körpers, dem Tragen langer Kleidung und dem Einsprühen mit Repellents zusätzlich auf eine Impfvorsorge: „Ich lebe in einem FSME- Risikogebiet und bin sehr oft draußen unterwegs. Da ist es für mich selbstverständlich, gegen FSME geimpft zu sein.“ In einem FSME-Risikogebiet ist die Gefahr, nach einem Zeckenstich an einer FSME-Virusinfektion zu erkranken, besonders hoch.

Im Vergleich zu Paul Schall kommen Zecken beim Klettern nicht so hoch hinaus. Zwar sind sie sehr zielstrebig, doch erreichen sie nur eine Höhe von maximal 1,50 Meter. Dass sie von Bäumen fallen, ist demnach ein weit verbreiteter Irrtum. Zecken leben auf Grashalmen, im Unterholz, in Wäldern und Wiesen und warten dort darauf, dass sich ihnen ein potenzieller Wirt nähert. Daher sind die kleinen Parasiten auch für Kletterer auf dem Weg zum Fels eine Gefahr. Auch Paul Schall hat schon Zecken an sich entdeckt: „Ich hatte schon öfters Zeckenstiche, die ich abends beim Absuchen entdeckt habe. Die Stiche blieben zwar ohne Folgen, aber das Absuchen ist nach jedem Klettertag Pflicht.“ Wer selbst schon Zeckenstiche hatte, weiß, dass es für die Zeckenentfernung Hilfswerkzeuge, wie Pinzetten oder Zeckenkarten gibt.

In Deutschland reicht die Zeckensaison in der Regel von Februar bis Oktober. Der Beginn oder das Ende der Saison können sich bei entsprechenden Temperaturen aber auch verschieben. Der Impfschutz sollte daher bestenfalls das gesamte Jahr über bestehen. Mit dem Aufbau des Impfschutzes kann jederzeit begonnen werden. Für einen mehrjährigen Impfschutz werden drei Impfungen in einem fest gelegten Zeitraum über mehrere Monate benötigt. Danach erfolgt eine regelmäßige Auffrischung. Steht die Zeckensaison unmittelbar bevor, kann auch kurzfristig ein Impfschutz für die aktuelle Saison aufgebaut werden. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Klettern braucht eine gute Vorbereitung. An alles Wichtige gedacht? Der Schnellcheck:

  • eine gute Ausrüstung
  • einen Partner zum Absichern
  • Repellents zur Abwehr von Zecken- und Mückenstichen
  • Impfschutz gegen FSME und andere von der Ständigen Impfkommission empfohlene Impfungen
  • nach einer Klettertour: Körper immer nach Zeckenabsuchen
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