Zecken-Abwehrsprays: Wie gut schützen sie?

Ab einer Temperatur von 7 °C werden Zecken aktiv. Auf hohen Grashalmen, im Unterholz und in den Büschen warten sie auf ihre nächste Mahlzeit. Dabei können Zecken gefährliche Krankheiten übertragen: in Deutschland vorwiegend die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder die Borreliose. Grund genug, um sich vor einem Zeckenstich zu schützen. Auf Anti-Zecken-Mittel allein sollten Sie sich dabei jedoch nicht verlassen.

Wer bei einem Aufenthalt in der Natur vor einem Zeckenstich geschützt sein will, kann sich Zecken mit entsprechenden Zecken-Abwehrsprays vom Leibe halten.

Wer bei einem Aufenthalt in der Natur vor Zeckenstichen geschützt sein will, kann sich die Zecken mit entsprechenden Zecken-Abwehrsprays, sogenannten Repellents, vom Leibe halten. Doch wie gut funktioniert das? Und welches Produkt ist hierfür am besten geeignet?
Die Zeitschrift „Jäger“ hat in ihrer Ausgabe 6/2012 zwölf Zecken-Abwehrmittel getestet. Die klaren Sieger mit der Bewertung „sehr gut“ sind:

  • Autan Protection Plus Pumpspray
  • F.W. Klever Ballistol Stichfrei Mückenschutz
  • Hagopur Zecken-Frey

Zeckenschutz: mangelhaft

Bereits 2008 hatte die Stiftung Warentest 20 Zecken-Abwehrmittel getestet. Damals fielen zwölf von 20 Produkten durch: Urteil „mangelhaft“.  
So funktionierte der Test von Stiftung Warentest: Den Testpersonen wurden kleine Kupferplatten auf ihre Oberschenkel geklebt. Eine halbe Stunde nach Auftragen des jeweiligen Mittels wurden auf jedem Plättchen zwei hungrige Zecken abgesetzt. Alle fünf Minuten kamen zwei neue Zecken hinzu. Krabbelten sie dann auf die Haut, hatte das Anti-Zecken-Mittel versagt; blieben die Tiere auf dem Plättchen oder ließen sich zu Boden fallen, wirkte der Schutz.

Zeckenschutz: Tipps und Tricks
Neben zeckenabweisenden Mitteln gibt es sehr einfache und bewährte Methoden, um sich vor Zecken und Zeckenstichen zu schützen.
> Der richtige Zeckenschutz
> Entfernen von Zecken

Falsche Versprechen

Viele Hersteller versprechen einen lang anhaltenden Schutz vor Zecken. Doch im Schnitt wirkten die Mittel lediglich ein bis drei Stunden, einige sogar nur 40 Minuten. Um Zeckenstiche zu vermeiden, sollten Sie sich daher nicht nur auf Anti-Zecken-Mittel verlassen. Vermeiden Sie den Aufenthalt in hohem Gras oder im Unterholz, tragen Sie lange Hosen und suchen Sie nach jedem Spaziergang Ihren Körper ab.

Hat eine Zecke trotzdem zugestochen, sollte sie so schnell wie möglich korrekt entfernt werden. Dies verringert die Chancen, sich mit Borrelia-Bakterien, dem Erreger der Borreliose zu infizieren. Gegen die FSME jedoch hilft ein frühzeitiges Entfernen der Zecke nicht. Der Erreger gelangt sofort nach dem Zeckenstich ins Blut. Einen Schutz gegen die Krankheit kann neben der richtigen Kleidung, dem Einsprühen mit Repellents und dem gründlichen Absuchen der Haut nach Zecken eine Impfung bieten.