Gefahr im Garten

Noch vor dem Frühjahr beginnen viele Gartenbesitzer mit ersten Arbeiten: Bäume und Sträucher schneiden, Rasen vertikutieren, abgestorbene Pflanzenteile entfernen, Stauden verjüngen und erste Gemüsesorten aussäen. Die Arbeit im Garten an den ersten sonnigen Tagen im Vorfrühling ist schön - doch viele wissen nicht, dass sie gefährlich sein kann. Mit den ersten wärmeren Tagen wachen auch Zecken auf und suchen nach dem Winter ohne Nahrung nach Opfern, deren Blut sie saugen können.

Foto: Andrè Hirtz / Pfizer

Gefahr aus dem Unterholz
Viele Menschen glauben noch immer, Zecken würden im Wald auf Bäumen leben. Das ist falsch. Sie leben im Unterholz, in Gebüschen, im hohen Gras und am Boden - Umgebungen, wie es sie auch in vielen Gärten in Wohngebieten und Schrebergärten gibt.  Das Robert-Koch-Institut hat in einer Studie  herausgefunden, dass die Gefahr durch Zecken im Garten unterschätzt wird: Menschen, die häufig im Garten arbeiten und dabei Büsche, Sträucher und Gras berühren, haben ein höheres Risiko, an Lyme-Borreliose zu erkranken. Beim Zeckenstich können Erreger, beispielsweise die der Borreliose und die der FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), in das Blut des Opfers gelangen.  

Auch bei der Gartenarbeit ist Schutz vor Zecken wichtig
Deshalb sind auch bei der Gartenarbeit die üblichen Schutzmaßnahmen zu treffen: Tragen Sie langärmelige Oberteile und  lange Hosen in hellen Farben  - so kommen die Zecken nicht direkt an Ihre Haut, auf dem hellen Stoff sind sie besser zu erkennen. Ziehen Sie die Socken über die Hosenbeine. Suchen Sie sich nach der Gartenarbeit am gesamten Körper ab. Zecken krabbeln oft eine Weile auf dem Körper des Wirtes umher und suchen eine gut durchblutete, dünne Hautstelle. Achten Sie besonders auf Achseln, Kniekehlen, Hals, Kopf und Schritt.

Was tun gegen Zecken im Garten
Auch wenn Sie bislang keine Zecken in Ihrem Garten gefunden haben, sollten Sie achtsam sein. Zecken können von Kleintieren wie Mäusen oder Igel eingeschleppt werden. Es gibt keine chemischen oder natürlichen Mittel gegen Zecken, die in Gärten eingesetzt werden können. Sie können es den Zecken jedoch so ungemütlich wie möglich machen. Zecken bevorzugen schattige Stellen und brauchen zum Überleben eine hohe Luftfeuchtigkeit. Schneiden Sie Bäume und Sträucher so zurück, dass mehr Sonne auf den Boden fällt. Laubhaufen und Moos sollten Sie entfernen, mähen Sie regelmäßig das Gras möglichst kurz und verzichten Sie auf Rasensprenger - dann wird es der Zecke zu heiß in Ihrem Garten.