Richtiger Zeckenschutz für Hundehalter

Kaum wärmt die Sonne Wald und Wiesen, ist wieder Zeckenzeit. Für Hundehalter kann es beim täglichen Spaziergang in der Natur schnell zur Konfrontation mit den kleinen Blutsaugern kommen. Die Folgen sind nicht nur unangenehm, sondern mitunter gesundheitsgefährdend – für Hund und Halter. Denn Zecken werden nicht allein wegen ihres spinnenhaften Äußeren gefürchtet, sondern vor allem weil sie schwere Krankheiten übertragen können, allen voran Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Hunde und Hundehalter werden häufig Opfer von Zecken. Wichtig ist daher der richtige Zeckenschutz. (Foto: Marc-Oliver Schulz / Pfizer)

Hunde halten sich nicht an befestigte Waldwege und streunen gerne über Wiesen, durch Büsche und Hecken. So werden sehr häufig Opfer von Zecken. Blitzschnell krallen die Blutsauger sich am Hundefell fest und suchen eine geeignete Einstichstelle. Beim Streicheln und Kuscheln mit den Hunden können die Zecken aber auch auf den Hundebesitzer krabbeln. Deshalb sollten Herrchen und Frauchen sich wie auch ihren Vierbeiner nach jedem Spaziergang gründlich nach Zecken absuchen und diese zeitnah entfernen.

Um einer Infektion mit FSME vorzubeugen, sollten sich Hundehalter gegen FSME impfen lassen. In Deutschland besteht ein Risiko für eine FSME-Infektion hauptsächlich in Baden-Württemberg, Bayern, Südhessen und im südöstlichen Thüringen. Zudem gibt es einzelne Risikogebiete in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Sachsen.1

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die FSME-Impfung Kindern und Erwachsenen, die in FSME-Risikogebieten Zecken ausgesetzt sind. Entweder, weil sie dort leben oder sich kurzfristig aufhalten, zum Beispiel im Urlaub. Wer in einem FSME-Gebiet wohnt, hat einen Anspruch auf Kostenübernahme für die Impfung durch die Krankenkassen.2

 

Literaturverzeichnis

1) Epidemiologisches Bulletin: FSME: Risikogebiete in Deutschland, 26. Mai 2015 / Nr. 21, Robert Koch-Institut.

2) Epidemiologisches Bulletin: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut, 25. August 2014 / Nr. 34.